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Verhalten & Verhaltensweisen

Putzen
Das Gefieder spielt beim Vogel eine sehr große Rolle. Deshalb wird es gehegt und gepflegt, um bei eventuellen Gefahren problemlos enfliegen zu können.

So zieht der Welli beim Putzen jede einzelne Schwung- und Schwanzfeder durch den Schnabel um sie zu reinigen. Die kleineren Federn, wie z.B. die am Bauch, werden sanft bepickt um sie von Staub und Dreck zu befreien.
Auch die Füße und Krallen werden einer regelmäßigen Wäsche unterzogen. Dazu beknabbert er sie leicht und entfernt so auch abgestorbene Hautschüppchen.

Oft sieht man, wie der Welli seinen Kopf nach hinten dreht und ihn am Schwanzansatz reibt. An der Stelle befindet sich der Bürzel, der bei Druck ein besonderes Sekret abgibt, welches dann mit dem Kopf auf das restliche Gefieder verteilt wird. Dieses Sekret benötigen sie, um ihr Gefieder zu imprägnieren um auch bei Nässe gut fliegen zu können.

Manchmal kommt es auch vor, dass ein Welli beim Putzen richtig staubt - das erlebe ich auch manchmal bei Budgy. Bei ihm kommt das – denke ich – davon, dass er nie badet. Die anderen hingegen sind nicht ganz so wasserscheu und haben das „Problem“ nicht.










Schlafen & Dösen
Beim Schlafen bzw. Dösen drehen die Wellis oft ihren Kopf nach hinten und stecken ihn ein Stück in das Rückengefieder, wie auf dem Foto rechts in der Mitte zu sehen ist, und ziehen einen Fuß ein. Die leicht aufgeplusterten Rückenfedern wärmen dann die Atemluft vor. Außerdem wird das Dösen und Einschlafen oft von leisem Gezwitscher oder Schnabelknirschen begleitet. Beides sind Zeichen des Wohlbefindens.

Außerdem habe ich gelesen, es sei bewiesen, Hühnerküken würden träumen und es deute vieles darauf hin, dass es Wellis ebenfalls tun, weshalb man sie niemals plötzlich aus dem Schlaf reißen solle.







Strecken
Nach jeder längeren Pause, die die Wellis eingelegt haben, strecken sie sich erst einmal ausgiebig um ihren Kreislauf wieder in Schwung zu bringen.

Dazu strecken sie einen der Flügel mit dem jeweiligen Fuß nach hinten oder sie strecken beide Flügel zugleich ein Stück nach oben.





Balzen
Bei der Balz wirbt das Männchen um ein Weibchen. Er stellt das Nackengefieder leicht auf, tippt mit seinem Schnabel leicht gegen ihren und trippelt um sie rum. Um das Weibchen friedlich zu stimmen, füttert das Männchen es auch manchmal. Dazu würgt er Futter hoch und hakt seinen Schnabel dann in ihren um es ihr zu „überreichen“.

Ist sie bereit, sich mit ihm zu paaren, legt sie ihren Kopf nach hinten in den Nacken.





Beschäftigen (spielen)
In freier Wildbahn spielen Wellis nie; die Gefahr, wegen der mangelnden Aufmerksamkeit gegenüber der Umwelt als Beute erfasst zu werden, ist viel zu groß.

In Gefangenschaft ist es aber anders. Fühlen sie sich sicher, fangen sie schnell an sich Beschäftigung zu suchen. Deshalb ist es auch immer gut, den Wellis Spielzeug oder dergleichen zu reichen, damit sie sich nicht selber Beschäftigung an z.B. Möbeln oder anderen Gegenständen, an die sie nicht heran sollen, suchen.







Baden
Ob in Wasser, nassem Gemüse oder gar in einer ganzen Pflanze – jeder Welli hat da seine Vorlieben.
Manche mögen es auch nur, wenn man sie leicht mit einer Blumenspritze besprüht oder sie samt Käfig in den warmen Sommerregen stellt.

Ganz andere wiederum mögen Baden oder allgemein anderweitige Berührungen mit Wasser außer beim Trinken ganz und gar nicht (mein Budgy ist so ein Fall).







Streiten
Beim Streiten sperren die jeweiligen Wellis ihre Schnäbel auf und hacken auf den Schnabel des anderen. Meist wird dies mit einer mehr oder weniger lauten Drohgebärde begleitet, allerdings sind nur die wenigsten Streitereien so gefährlich, dass ein Welli (ernsthaft) verletzt wird.
Meine Bella und Speedy streiten sich auch manchmal, und wenn Speedy den Platz nicht räumen will, springt Bella Speedy wie aus Verzweiflung an um sie vom Ast zu schmeißen.

Streitigkeiten sind ganz normal und kommen meist auch in der harmonischsten Welligemeinschaft vor - meist um einen Leckerbissen wie z.B. Kolbenhirse oder um den besten Schlafplatz zu erlangen.

Bei zwei Weibchen sind Streitigkeiten meist öfter anzutreffen als bei Männchen. Auch habe ich die Erfahrung gemacht, dass die Männchen ihren liebsten Schlafplatz oder einen Leckerbissen ziemlich schnell preisgeben - ganz im Gegenteil zu den Weibchen. Will eines meiner Weibchen den Platz des anderen Weibchens, so muss sich diese den Platz erst so halb erkämpfen ehe das Weibchen, welches vorher da war, den Platz preisgibt.
















Gegenseitiges Kraulen
Mit gegenseitigem Kraulen stärken sie die Paarbindung. Dabei knabbern die Wellis sanft am Kopfgefieder des Partners. Außerdem dient es auch der gegenseitigen Gefiederpflege.





Nagen
Besonders Weibchen haben einen ausgeprägten Nagetrieb. Angenagte Tapeten und zerstörtes Spielzeug wird wohl so jeder Wellihalter im Laufe der Zeit zu Gesicht bekommen.
Um die „Nagewut“ zu dämpfen, empfiehlt es sich, regelmäßig frische Naturäste – z.B. als Sitzstangen im Käfig oder als Vogelbaum - zum Nagen anzubieten.

Außerdem sollen Weibchen auch einen kräftigeren Schnabel haben als Männchen, wodurch sie wohl fester zubeißen können. Das ist (unter anderem) ein Erkennungsmerkmal des Geschlechts bei einem jungen Wellensittich.







Klettern & Springen
Eigentlich nichts Besonderes, aber doch nennenswert – Wellis sind meisterhafte Kletterer ;-).

Sie steuern beim Landemanöver in freier Wildbahn stets einen erhöhten Punkt an, beispielsweise einen Baum. Nach der Landung klettern bzw. springen sie dennoch weiter nach oben, bis sie sich vollkommen sicher fühlen.
Vergleicht man einmal diese beiden Sprünge - einmal von einem hoch gelegenen Ast zu einem tiefer gelegenen Ast und dann umgekehrt - so wird man feststellen, dass die Sprünge von unten nach oben sehr viel sicherer erfolgen als solche, die von oben nach unten erfolgen. Dies ist bei unseren Wellis noch ein Überbleibsel ihrer wilden Vettern.







Schnabel- & Gesichtspflege
Zur Schnabelpflege gehört zum einen das Wetzen, wobei der Welli seinen Schnabel an einem harten Gegenstand, beispielsweise an einem Ast, reibt, und zum anderen, ihn anhand von Mineralsteinen, die eine harte Konsistenz aufweisen und wichtig für die Mineralversorgung des Wellis sind, kurz zu halten.

Bei meinen Wellis habe ich auch beobachtet, dass sie ihren Schnabel, manchmal auch ihren gesamten Kopf, nach dem Fressen, besonders wenn es feuchtes Futter wie Keimfutter oder Obst gab, ebenfalls an einem Ast reiben. Dies dient meines Erachtens dazu, den Schnabel bzw. Kopf von eventuellen Essensresten zu befreien. Manchmal schütteln sie dazu auch einfach ihren Kopf, wie auf dem Bild rechts in der Mitte zu sehen ist.







Fliegen
Wellensittiche sind äußerst akrobatische Flugkünstler und lieben in der Regel den ausgedehnten Freiflug im Zimmer. Je nach Art (Hansibubi oder Standard) fliegen sie mehr oder weniger oft. Sie vollführen mit Spaß tollste akrobatische Leistungen - wie man dem rechten Foto leicht entnehmen kann (Kolbenhirse hängt mit einem Faden an der Decke).





Fressen
Mehrmals am Tag neben Wellensittiche Nahrung auf. Meist geht es dabei friedlich zu (wenn es sich nicht gerade um einen Leckerbissen handelt) und sie geben keinen Ton von sich. Dann hört man nur, wie sie die Hülsen der Körner knacken, oder wie die Kräuterschale durchgewühlt wird ;-).





Flügellüften
Als „Flügellüften“ bezeichnet man das Abstellen der Flügel. Da Vögel nicht schwitzen können, wird ihnen bei viel Bewegung oder Hitze im Sommer sehr schnell warm. Um ihre Körpertemperatur wieder zu senken, stellen sie ihre Flügel ab. Manchmal kann man dabei auch beobachten, dass der Welli seinen Schnabel weit aufreißt.





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