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Vogel ent-/zugeflogen

Leider kommt es immer wieder vor, dass ein Vogel entfliegt, unter anderem auch, weil nicht jedem Vogelhalter bewusst ist, wie schlank sie sich machen und somit auch durch ein gekipptes Fenster entwischen können. Weil die Chancen, einen entflogenen Welli wieder einzufangen, sehr gering sind und viel mit Glück zu tun haben, ist die Vorbeugung das beste: Beim Lüften des Vogelzimmers ist unbedingt darauf zu achten, dass die Türen des Käfigs geschlossen sind. Damit man auch mal gelegentlich lüften kann, wenn die Vögel Freiflug haben, kann man ein Gitter am Fenster befestigen, ein Mückennetz (Gaze) erfüllt aber den gleichen Zweck (bei geöffnetem Fenster mit einem Mückennetz als Schutz vor Entfliegen rate ich, die Vögel nicht unbeaufsichtigt zu lassen, da sich das Netz - besonders wenn ein Welli daran rumzerrt und klettert - lösen kann).
Türen zu anderen Räumen, wo sie sich nicht aufhalten sollen, müssen natürlich auch geschlossen sein.

Wenn es dennoch passiert, dass einer der Lieblinge entwischt, sollte man schnell entsprechende Maßnahmen einleiten.


Vogel entflogen

Ist einem ein Vogel entflogen, sollte man ihn vorerst an der Stelle rufen, wo er wahrscheinlich ist, z.B. in einem Baum. Dabei sollte man einen Leckerbissen wie Kolbenhirse in der Hand halten, aber so, dass der Vogel den Leckerbissen auch sehen kann. Seinen Käfig mit seinem Artgenossen sollte man auch nach draußen stellen, da der Ausreißer das Piepen seines Partners wiedererkennt und in der Regel zu ihm kommt. Sitzt der Ausreißer nun auf dem Käfig, so ist die beste Möglichkeit, sich langsam zu nähern und ihn mit der Kolbenhirse auf die Hand zu locken, um ihn dann ganz vorsichtig in den Käfig zu führen – am besten wäre in diesem Falle, einen zweiten Käfig neben dem des Artgenossen zu stellen und den Ausreißer dort reinzubringen, da die Gefahr des Entfliegens des im Käfig sitzendem Vogels sonst auch erhöht ist, wenn man so einfach seine Käfigtür öffnet.
Wenn der Ausreißer dann auf der Hand sitzt und man merkt, dass er beim Annähern an die Käfigtür kurz vorm Wegfliegen ist, sollte man ihn in den (natürlich schon geöffneten) Zweitkäfig „schubsen“: Haltet die Hand mit dem Welli vor den Käfig und stoßt ihn ganz schnell mit der freien Hand hinein; dies muss wirklich schnell geschehen, da der Welli, wenn es nicht geklappt hat, verstört wegfliegen würde. So hat mein damaliger Freund es auch geschafft, meinen Budgy wieder einzufangen (Infos dazu siehe unter Lisa).

Eine andere Möglichkeit wäre, wenn er auf dem Käfig sitzt, ihm – ebenfalls sehr schnell – einen Kescher überzustülpen. Ich bin mir allerdings nicht sicher, wie er auf ein so großes, und dann auch noch unbekanntes Objekt reagiert – so dass er schon bei Annäherung des Keschers wegfliegen könnte.

Eine weitere Möglichkeit ist die folgende: Ist er zahm und hat demnach keine Angst vor Händen, so kann man versuchen, ihn entweder auf der Hand beim Fressen einfach ins Haus zu tragen oder ihn vorsichtig in die Hand zu nehmen. Ich habe die Erfahrung bei meinen Wellis gemacht, dass sie sich durchaus ohne Angst in die Hand nehmen lassen – solange alles langsam vonstatten geht. Natürlich ist dafür eine gewisse Zahmheit ein Muss, sonst klappt es nicht.

Welche Art des Einfangens man nimmt, muss man selber wissen. Jeder kennt seine Lieblinge genau, so dass man in etwa abwägen kann, ob man den Vogel nun einfach und gemächlich ins Haus trägt – wie bei einem zahmen Vogel, der es gewohnt ist, auf der Hand getragen zu werden - oder ob man ihn schnell packen muss – wie bei einem scheuen Vogel.

Ist die Einfangaktion trotz größter Bemühungen missglückt, sollte man noch nicht aufgeben. In dem Falle sollte man die Nachbarschaft, das nächste Tierheim und den Tierschutzverein informieren. Zusätzlich wären Suchplakate mit einem Foto, einer genauen Beschreibung (auch Besonderheiten wie z.B. ein verkrüppelter Fuß etc.) und – wenn bekannt – auch die Ringnummer sehr empfehlenswert.

Im Falle des Entfliegens eines Vogels (oder auch das Verschwinden eines anderen Haustieres) empfehle ich folgende, deutschlandweite und/oder europaweite Suchdienste. Sie stehen im engsten Kontakt mit Tierheimen, Tierschutzvereinen und Tierärzten, so dass eine Rückvermittlung an den rechtmäßigen Besitzer sehr viel wahrscheinlicher ist. Die Dienste sind völlig kostenlos.

TASSO

Haustierzentralregister für die Bundesrepublik Deutschland e.V.

Frankfurter Straße 20
65975 Hattersheim
Telefon 06190/4088
Telefax 06190/5967

Internet: www.tiernotruf.org
Mail: tasso@tiernotruf.org

Bemerkung: In diesem Register kann man seine Haustiere auch so schon eintragen – dann ist es bei eventuellem Verschwinden schon früh genug eingetragen und die Rückvermittlung kann sofort beginnen.

Zentrales Haustierregister des Deutschen Tierschutzbundes e.V.
Baumschulallee 15
53115 Bonn
Telefon 0228/697701
Telefax 0228/631264

Bemerkung: Auch hier kann man seine Haustiere sofort eintragen, damit die Rückvermittlung aus oben genannten Gründen schneller beginnen kann.

Zentralverband Zoologischer Fachbetriebe Deutschlands (ZZF) e.V.
Ringstelle
Rheinstraße 35
63225 Langen
Telfon 06103/910724
Telefax 06103/910733

Internet: http://zzf.de/ringstelle/suchdienst
Mail: ringstelle@zzf.de

Vogel zugeflogen

Wenn einem ein Welli zufliegt, sollte man ihn auf keinen Fall gleich zu seinen eigenen Wellis lassen. Es könnte immer wieder passieren, dass dieser eine Krankheit einschleppt. Deshalb ist es besser, dass man mit ihm zum Tierarzt fährt und ihn durchchecken lässt (bei Katzen oder Hunden sollte dieser auch überprüfen, ob es eine Tätowierung oder einen Mikrochip hat) . Dann sollte man in der Nachbarschaft fragen, ob er dort vielleicht vermisst wird und dem nächsten Tierheim und Tierschutzverein sollte man ebenfalls Bescheid geben. Plakate mit einem Foto und einer genauen Beschreibung (auch Besonderheiten wie z.B. verkrüppelter Fuß etc.) sollte man auch aushängen. Allerdings sollte man bei Vögeln die Ringnummer auf dem Plakat nicht angeben, denn mit der Ringnummer sollte jemand, der sich als Besitzer meldet, beweisen, dass der Vogel wirklich ihm gehört. Meldet sich sein eventueller Besitzer, der die Ringnummer seines Vogels nicht mehr kennt, so muss er dort, wo er den Vogel erworben hat, nachfragen (der Verkäufer muss sich beim Verkauf eines Papageis die Adresse des Käufers notieren und so kann man die Ringnummer in Erfahrung bringen).

Im Falle des Zufliegens eines Vogels oder des Zulaufens eines anderen Haustieres empfehle ich wieder die Haustierzentralregister, die ich unter «Vogel entflogen» bereits genannt habe.

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