Home         Über uns         Informationen         Beschäftigung         Tierschutz         Sonstiges

Anschaffung

Was zu bedenken gilt
Die Anschaffung von Wellensittichen sollte niemals spontan erfolgen. Wie jedes Tier machen auch Wellensittiche Dreck, brauchen Zuwendung und können auch mal laut und bei richtiger Haltung bis zu 15 Jahre alt werden. Ganz wichtig ist auch, dass man weiß, wer den Schützling pflegt, wenn man mal in den Urlaub fahren will. All diese Dinge müssen vor der Anschaffung gut durchdacht sein, denn es werden gerade durch solche Dinge, die die Halter vorher nicht gewusst haben und die ihnen erst später klar werden, Wellis in Tierheime gegeben. Außerdem sind Wellensittiche keine Kuscheltiere und für kleinere Kinder absolut nicht geeignet.

Ist man sich dessen bewusst, spricht natürlich nichts dagegen, sich ein - besser zwei - dieser Tierchen zuzulegen.

Züchter, Zoohandlung oder Tierheim?
Generell gesagt ist es eigentlich egal, ob man sich nun einen Wellensittich von einem Züchter oder aus einer Zoohandlung holt. Eine sehr gute Idee wäre sicher auch, einfach mal ins nächste Tierheim zu schauen, denn die Tiere brauchen am ehesten ein neues Heim.

Züchter
Wellensittiche eines Züchters haben oft intensiveren Kontakt mit dem Menschen und sind zutraulicher. Allerdings züchten Züchter - sofern es sich nicht um einen Hobbyzüchter handelt - meist Standardwellensittiche, die größer, ruhiger und leider auch krankheitsanfälliger sind als die zierlichen Hansibubis.

Zoohandlungen
In Zoohandlungen sind eher Hansibubis vorzufinden. Sie sind der Wildform des Wellensittichs noch sehr ähnlich, haben ein aufgewecktes, verspieltes und neugieriges Wesen und sind rasante Flieger. Allerdings werden die Wellensittiche in den Volieren einer Zoohandlung nicht selten herumgescheucht; ob durch die Angestellten, die zu wild an die Reinigung gehen oder durch Kinder, die an der Voliere herumspielen und vielleicht sogar an die Scheibe klopfen.

Tierheim
In Tierheimen findet man oft Wellis verschiedenen Alters und Aussehens, so dass bestimmt für jeden „der Richtige“ dabei ist. Allerdings haben manche von ihnen schlimme Erfahrungen mit Menschen gemacht und fassen womöglich nur sehr langsam erneut Vertrauen.
Aber: Sowohl körperlich behinderte, als auch psychisch erkrankte oder extrem ängstliche Wellis haben ein Recht auf ein schönes Heim.

Der Kauf
Hat man sich nun entschieden, woher der Welli kommen soll, so kann es losgehen, sofern man alles, was der Welli braucht, hat (Näheres siehe in „Ausstattung“).

Man sollte sich genügend Zeit nehmen, um die Wellensittiche zu beobachten, damit man keinen kranken erwischt. Dabei sollte auf folgendes geachtet werden:

- After, Nase, Schnabel und Gefieder sind sauber und makellos
- Die Augen weisen keine Trübung oder gar Entzündung auf
- Zwei Zehen zeigen nach vorne, zwei nach hinten

Ein gesunder Welli ist aufgeweckt & munter, spielt, ärgert die anderen und fliegt viel.

Wohl schon nach kurzer Zeit hat man „seinen Liebling“ in der Voliere ausgemacht. Wenn er gesund zu sein scheint, spricht natürlich auch nichts dagegen, ihn zu kaufen. Allerdings sollte darauf geachtet werden, ob er evtl. einen Partner hat; dies bemerkt man daran, dass er mit einem anderen Wellensittich schnäbelt und eng mit ihm kuschelt. Man sollte ein Pärchen niemals trennen, da Wellensittiche eine innige Beziehung aufbauen können und genauso schrecklich Trennungsschmerz erleiden wie Menschen. Es kann dann durchaus passieren, dass sie nichts mehr fressen und verhungern. Deswegen sollte man sich dann entweder für einen anderen Welli entscheiden oder beide nehmen. Zu zweit klappt die Eingewöhnung auch viel besser :-).

Nachhauseweg und Eingewöhnung
Nach dem Kauf sollte man den Welli bzw. das Pärchen sofort nach Hause bringen und in den bereits vorhandenen und eingerichteten Käfig setzen. Die ersten ein bis zwei Tage sollten sie völlige Ruhe erfahren, damit sie sich an die neue Umgebung gewöhnen können. Schon nach wenigen Stunden nachdem sie angekommen sind werden sie sicher ein bisschen fressen; trinken hingegen wird man sie anfangs wahrscheinlich noch nicht sehen, da Wellensittiche dies von Natur aus nur tun, wenn sie sich vollkommen sicher fühlen. Ist man sich nicht sicher, ob die Wellensittiche fressen, kann man ein paar Körner auf den Käfigboden streuen, denn sehr junge Wellensittiche kennen oft noch keine Futternäpfe und sind das Fressen auf dem Boden gewöhnt. Mit der Zeit werden sie den Napf aber sicher bemerken. Wenn man möchte, kann man sie aber weiterhin auf dem Boden füttern, allerdings sollte man das Futter dann in eine Schale füllen damit es nicht im Kot liegt. Außerdem sollte die Schale nicht direkt unter einem Ast stehen, um Verunreinigungen zu vermeiden.

In der Eingewöhnungszeit sind die Wellensittiche äußerst schreckhaft. Laute Musik, Türenknallen und Geschrei sind von daher tabu.

Je nachdem wie neugierig und erkundungsfreudig die beiden Neuen sind, kann man sie nach vier bis sieben Tagen der Eingewöhnung zum Freiflug aus den Käfig lassen. Oft ist es so, dass sie sich anfangs nicht trauen, den Käfig zu verlassen, doch mit entsprechenden Lockmitteln (Vogelbaum, Kolbenhirse) sollte auch das bald kein Problem mehr sein.

Die Rückkehr in den Käfig gestaltet sich meist unproblematisch. Ist man sich dennoch unsicher ist, ob einer der Wellis vielleicht so ein Rabauke ist, dass er womöglich zum Abend nicht in den Käfig zurückkehren will, sollte man auf jeden Fall auf jegliche Fütterung außerhalb des Käfigs verzichten. Haben sich die Wellis dann daran gewöhnt, die Nacht im Käfig zu verbringen, hat es sich bei mir als unproblematisch erwiesen, Futter auch außerhalb des Käfig anzubieten.

TOP

Allgemeines

Ausstattung

Anschaffung

Einzelhaltung

Ernährung

Gesundheit

Freiflug

Pflanzen

Zähmung

Züchtungen

Verhalten

ent-/zugeflogen

Clicker-Training

Interviews

Literatur

Lexikon

Portal